LAGEPLAN ] STARTSEITE ] ZUR JAHRESZEIT ] GEMÜSEKÜCHE ] FLEISCHKÜCHE ] WIRTSHAUSKULTUR ] [ INFORMATION ] LAW ] WWW ] BILDER ]

 

Hummer, zool: Homaridae, eng.: lobster, franz.: homard, ital.: astice, gambero marino, lupicante, omaro, span.: bogavante

Hummer  bzw. Hummerartige  sind  Panzerkrebse   (zool.: Astacura). Sie zählen also zu den Krustentieren.  Ihr Lebensraum und Verbreitungsgebiet sind, während der Sommermonate kühler temperierte, flachere, küstennahe Regionen. Im Winter ziehen sie sich in tiefere Regionen bis über 50 m Tiefe zurück.

Aussehen

Die Rückenfarbe hängt vom Boden ab auf welchem der Hummer lebt. Der Hummer hat zwei verschieden artig ausgebildete Scheren. Die rechte ist die Verteidigungsschere die linke ist die Fressschere.

Hummer werden bis zu 70 cm lang und erreichen  ein Gewicht von über 9 kg. Ihr maximales Alter beträgt über 50 Jahre.

Mit etwa sechs Jahren sind Hummer geschlechtsreif. Männchen erreichen bis dahin eine durchschnittliche Größe von 18 cm. Die Weibchen werden etwas größer. Um einer Überfischung vorzubeugen ist in den meisten Ländern eine Mindestgröße von 21 cm vorgeschrieben, bevor ein Hummer auf dem Markt angeboten werden darf.  Es ist jedoch fraglich ob sich jemand angesichts der hohen Preise welche dafür erzielt werden können, auch an diese Vorschriften hält. Zudem dürfen normalerweise grundsätzlich keine eiertragende Weibchen gefangen werden. Dennoch finden sich immer wieder solche Tiere auf dem Markt.

Auch die  Hummereier sind begehrte Leckerbissen und eignen sich für die Zubereitung von schmackhaften Saucen oder Suppen. Da die  Weibchen nur alle zwei Jahre laichen, ist auch das eine längst überholte Ansicht und es wäre wünschenswert diese Leckerbissen von den Speisenprogrammen der Gourmets zu streichen. Sie heften dann die, bis zu 100.000 abgelaichten Eier, mit plattenförmigen Hinterleibsbeinen (zool.: Pleopoden) unter ihrem Schwanzstück an. Bis sich aus den Eiern Larven entwickelt haben und aus den Larven wiederum kleine Hummer hängt von der Wassertemperatur ab. Je kälter die Wassertemperatur, desto länger die Entwicklungszeit der Tiere. Für Hummer ist daher auch die Kälte eine sehr unangenehme Sache.

Fangzeiten, Saison
 

Um über das Jahr ein gleich bleibend starkes Angebot an Hummern zu haben werden Hummer "gehältert", also gelagert. Das ist eine überaus brutale und gehässige Methode diese Tiere für den Transport in die Luxusrestaurants vor zu bereiten.  Mit zusammengebundenen Scheren lebt das Tier jetzt bis es in einem Versandkarton auf eis landet und in das jeweilige Land verschickt wird. In den Bassins der Großhändler befinden sich dann bis zu 4000 Hummer die während ihrer Gefangenschaft keine Nahrung mehr aufnehmen, weil diese Tiere wenn sie unter Stress stehen jede  Nahrung verweigern. Dafür reicherst sich das Fleisch vermutlich mit sehr schädlichen Stresshormonen an.  Nachweise dafür fehlen, weil sich kaum eine Tierschutzorganisation intensiv mit diesem Problem auseinandersetzt. Während man bei normalen Schlachttieren sehr wohl auf die Stressvermeidung achtet  und unter Stress geschlachtetes Fleisch ablehnt, stürzen sich die Feinschmecker auf ein oft monatelang gequältes Tier, das zu seiner Ausdauer sicher auch die Kräfte von Hormonen nützt.

Durch die Hälterung verlieren die Tiere extrem an Qualität und so erhalten die Luxusrestaurant sicherlich auch nur sehr armselige Produkte, ganz gleich woher sie kommen. Sie finden  aber trotzdem reißenden Absatz  denn Hummer ist ein Koch - Elite Produkt und die größte Wirkung auf die Kundschaft ist nicht sein Geschmack oder die edle Beschaffenheit des Fleischs, es ist da Aussehen. Für ein kaltes Buffet, das oft nur aus primitiven Aufschnittplatten besteht, ist das oft der augenfälligste Aufputz. Einen Hummer kann auch ein Idiot unter Köchen prächtig in Szene setzen. Ansprüche an die Kochkunst stellt er somit keine.

Transport


Um die große Hummernachfrage in Europas Luxusrestaurants zu decken werden amerikanische Hummer importiert. Auf den langen Transportwegen sitzt der Hummer in "Dunkelhaft". Entweder in Kisten oder Styroporboxen oft mit chemischen Flüssigkeiten behandelt um sie fast völlig zu sterilisieren. Chemisch präpariertes Wasser gibt dem Tier Sauerstoff . Das Tier liegt dabei oft tagelang auf einer dicken Schicht Eis. Angekommen in Großmärkten harren sie ihres weiteren Schicksals. Dort werden sie nach dem Kauf in luftdichte Plastiksäcke gesteckt und verschwinden dann im Kofferraum eines Lieferwagens auf dem Weg zum Endbestimmungsort, dem Gourmetrestaurant. ein Koch lässt ihn dann in einer Kiste auf nassen Fetzen noch mehrere Tage vegetieren und niemand kümmert sich weiter um das Tier. Viele verenden und werden trotzdem verkauft. Den zähsten Exemplaren droht ein langsames Sterben durch eintauchen in siedendes Wasser. eine Methode die erbärmlich grausam ist weil sie vom Menschen kaum nachvollzogen werden kann. Würde das einmal richtig durchgedacht werden, würde man diese Methoden der Verlieferung und des Töten durch unzureichend geschultes Personal sofort verbieten.  Hummer perfekt und ohne große Qual zu töten funktioniert mit Elektrizität. Auf jeden Fall sollte sichergestellt werden, dass diese Tiere wenn nötig unbedingt gleich getötet werden sollten und nur in Konserven oder als tiefgekühltes Produkt in den Handel kommen.

Tiefgekühlte Hummer wären für Gourmets dann auch nicht weniger wert, vor allem wenn man dann zumindest weiß durch sein Handeln nicht eine Verkettung von Leid über eine unschuldige Kreatur gebracht zu haben.

 

 Fang
Die ergiebigsten Hummerfanggründe liegen an der amerikanischen Ostküste vor dem Bundesstaat Maine. Seit 1840 gibt es dort den kommerziellen Hummerfang. Der Hummer wird in speziellen Körben bzw. Reusen aus gefangen. Die Körbe bestehen aus stabilen Draht und haben zwei Kammern. Eine der Kammern, der "Küche" wird der Köder befestigt. In der zweiten Kammer, der "Stube" befindet sich der Zugang des Korbs, in den die Tiere hinein aber nicht mehr hinaus können. Ist der Köder im Hummerkorb befestigt, dann wird er in den Küstengewässern versenkt und mit markierten Bojen versehen. In regelmäßigen Abständen muss nun kontrolliert werden, ob ein Hummer in die Falle gegangen ist. Ein Hummerfischer von Maine hat bis zu 400 Hummerkörbe, die er zu kontrollieren hat. Ist Sturm so reißen sich im Seegang  viele der Körbe los, was für die darin gefangen Tiere bedeutet das ein Leben in Gefangenschaft und qualvolles Sterben.

Zubereitung
In Österreich müssen Hummer Kopfüber in kochende Flüssigkeit gegeben werden, um sie fachgerecht zu töten. Das Töten durch einen gezielten Stich, mit einem scharfen Messer in den Kopf, wie es in den meisten anderen Ländern üblich ist, ist bei uns nicht erlaubt. Es wäre wünschenswert diese Tiere in Binnenländern als lebendige Ware strikt zu verbieten.

Commercial Fishing

Lesen Sie dazu die Seite einer Tierschutzorganisation

>>>>> PETA

 

 

LAGEPLAN ] STARTSEITE ] ZUR JAHRESZEIT ] GEMÜSEKÜCHE ] FLEISCHKÜCHE ] WIRTSHAUSKULTUR ] [ INFORMATION ] LAW ] WWW ] BILDER ]